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... und was machen Sie gegen Schnecken?

Diese Frage wird Wolfram Franke bei seinen Vorträgen oft gestellt, egal, worüber er gerade gesprochen hat. Sie brennt den Gartenfreunden unter den Nägeln, und er kann es gut verstehen, denn auch sein Garten wird regelmäßig von ganzen Invasionen von Schnecken heimgesucht. Dennoch ist er der Meinung, dass diese Frage falsch gestellt ist. Sie muss lauten: „Was tun Sie für Ihre Pflanzen, damit sie von den Nacktschnecken verschont bleiben?“

Dafür gibt es einige Maßnahmen:

1. Nützlinge schonen und fördern
Laufkäfer, Kröten, Igel und manche Singvögel machen Jagd auf Schnecken. Um sie zu schonen müssen Pestizide aller Art im Garten tabu sein. Mit einer dicken Laubschüttung unter Gehölzen, Reisig- und Steinhaufen, Trockenmauern, ein kleiner Tümpel für Amphibien sowie Nisthilfen für Vögel sorgen Sie dafür, dass sie dauerhafte Gäste im Garten bleiben.

2. Schneckenfeste Pflanzen wählen
Viele Stauden, ein- und zweijährige Blumen werden von den Schnecken verschmäht.

Es gibt hierfür über 100 Staudenarten, die unempfindlich gegen Schneckenfraß sind. Akelei, Königskerzen, Bergenien, Herbstastern, Sterndolden und zahlreiche andere gehören dazu. Auch vielen Gemüsearten wie Mangold, Rote Bete und Feldsalat können Schnecken nichts anhaben.

Schnecken absammeln
Legen Sie morsche Bretter zwischen den Beeten oder an anderen Stellen im Garten aus. Darunter verkriechen sich die Schnecken und Sie können sie bequem absammeln. Laut Untersuchungen in England kehren sie nicht wieder zurück, wenn sie weiter als 20 Meter vom Garten entfernt ausgesetzt werden.

3. Barrieren gegen Schnecken errichten
Zum Beispiel einen Schneckenzaun. Den können die Schnecken nicht überwinden. Wenn Sie Beete mit einem Folien oder Vliestunnel abdecken, dann graben Sie die Folie oder das Vlies rund um das Beet in die Erde ein. Studenten von der Universität Kiel haben übrigens ein Mittel entwickelt, mit dem man wie mit einem Lack einen Frühbeetkasten oder ein Hochbeet anstreichen kann. Dieser Anstrich ist so glatt, dass die Schnecken daran abrutschen.

4. Brutalität tabu!
Wer meint, der Schneckenplage Herr zu werden, indem er sie zerschneidet, hat sich geirrt. Auf jede getötete Schnecken kommen zehn andere zum „Beerdigungsschmaus“. Auch Schneckenkorn aller Art ist nicht nur brutal, sondern auch kontraproduktiv, denn es schadet auch den Nützlingen, so dem Tigerschnegel, der Nacktschnecken vertilgt. Ein Märchen ist es allerdings, dass die Weinbergschnecke die Eier von Nacktschnecken frisst. Das tut sie leider nicht. Doch diese Schnecke mit ihrem hübschen Haus ist eine geschützte Art. Auch sie wird nicht vom Schneckenkorn geschont, auch nicht von dem „nützlingsschonenden“ auf der Basis von Eisen-3-Phosphat. Letzteres ist zudem noch ziemlich teuer.

5. Gute Stimmung im Garten
Schnecken töten, egal auf welche Art fördert nur die Brutalität der Gartenfreunde. Wer dagegen die Lebewesen im Garten fördert, sorgt für Harmonie im Garten, in der nur selten ein Tier zum Schädling wird.

In Gärten mit einem biologischen Gleichgewicht aller Lebewesen, wird seltener eine Tierart zum Schädling. Mit ein paar sanften Abwehrmaßnahmen können Nacktschnecken keine großen Schäden anrichten und vielleicht sogar geduldet werden.

Weitere Infos auf der Messe beim Stand von Wolfram Franke.